16. Dezember 2019

All of me

Was würde ich ohne deinen klugen Mund tun,
der mich hineinzieht, während du mich abstößt?
Meine Gedanken drehen sich, kein Scherz
Ich werde aus dir nicht schlau
Was geht in diesem wunderschönen Kopf vor?
Ich bin auf einer magischen mysteriösen Fahrt
Und ich bin so verwirrt, keine Ahnung was mich getroffen hat
Aber ich krieg‘ das schon hin
Wie oft muss ich dir sagen,
dass du sogar auch wunderschön bist,
wenn du weinst
Die Welt zieht dich runter
Ich bin jeden Schritt an deiner Seite
Du bist mein Niedergang, meine Muse
Meine größte Ablenkung, mein Rhythmus und mein Blues
Ich kann nicht aufhören zu singen, in meinem Kopf klingt es für dich
Aber Karten auf den Tisch
Wir zeigen beide Herzen
Und riskieren alles, auch wenn es schwierig ist
Denn alles an mir liebt alles an dir
Liebe deine Kurven und all deine Kanten
All deine perfekten Unvollkommenheiten
Gib mir alles was du hast und ich gebe dir alles was ich habe
Du bist mein Ende und mein Anfang
Selbst wenn ich verliere, gewinne ich
Denn ich gebe dir alles, was ich habe
Und du gibst mir alles, was du hast

John Legend

15. Dezember 2019

Du bist das Licht

Immer wenn wir glauben, dass wir angekommen sind
Immer wenn wir funkeln, wie die Augen eines Kindes
Immer wenn wir stolz sind auf uns selbst
uns ein schwerer Stein vom Herzen fällt
Immer wenn wir Liebe in uns spüren, sehen wir das Licht.
Immer wenn wir glauben, dass es keinen Weg mehr gibt
Immer wenn die Wahrheit unsere Hoffnung fast besiegt
Immer wenn der Schmerz die Herzen trifft
unsere ganze Welt zusammenbricht
Immer wenn die Wut das Licht erstickt, sehen wir es nicht
Wenn all das was vor dir liegt auf einmal ’nen Sinn ergibt
dann scheint durch die Dunkelheit am Ende das Licht
Denn du bist das Licht
Manchmal brauchen wir ’n bisschen Zeit um zu verstehen
oder sind wir nur noch nicht bereit den Weg zu gehen.
Es genügt ein Funke für den Brand
Zu oft wird zuviel von dir verlangt
Warum hast du es noch nicht erkannt? Du bist das Licht!
Wenn all das was vor dir liegt auf einmal ’nen Sinn ergibt
dann scheint durch die Dunkelheit am Ende das Licht
(Oh-Ho!)
Denn du bist das Licht
Es brennt in uns ein Leben lang
macht sichtbar, wer wir wirklich sind
Und glaubst du nichts mehr irgendwann,
geh wohin dein Herz dich bringt!
Wenn all das was vor dir liegt auf einmal ’nen Sinn ergibt
dann scheint durch die Dunkelheit am Ende das Licht
Du siehst so schön aus, wenn du lachst
oder wenn du vor Glück weinst
Deine Augen
leuchten
so funkelnd
(Oh!)
Dann sehen wir das Licht!
(Mh!)
Am Ende das Licht!

Gregor Meyle

14. Dezember 2019

Weihnachten

Ich sehn‘ mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub‘, ich hab’s einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
dass alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei’s Sonnnenstrahl,
dass Regen, Schnee und jede Wolk,
dass all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön

Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön‘
ein’s jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd‘ still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb‘ bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

Hermann Hesse

13. Dezember 2019

Das Weihnachtsgeschenk

Paul bekam von seinem Bruder zu Weihnachten ein Auto geschenkt. Als Paul am Nachmittag des Heiligen abends sein Büro verließ, sah er, wie ein Junge um sein nagelneu blitzendes Auto herumschlich. Er schien echt begeistert davon zu sein. „Ist das ihr Auto, Mister?“ fragte er.
Paul nickte. „Ja, mein Bruder hat es mir zu Weihnachten geschenkt. Der Junge blieb wie angewurzelt stehen. “Mensch ich wünsche … .“ Er zögerte. Natürlich wusste Paul, was der Junge sich wünschen würde. Auch so einen Bruder zu haben. Aber was er sagte, kam für Paul so überraschend, dass er seinen Ohren nicht traute.
„Ich wünsche mir“, fuhr der Junge fort, “ich könnte auch so ein Bruder sein.“ Paul sah den Jungen an – und fragte ihn spontan:“ Hast Du Lust auf eine kleine Spritztour mit dem neuen Auto?“
„Das wäre echt toll!“
Nachdem sie eine kurze Strecke gefahren waren, fragte der Junge mit glühendem Augenaufschlag: “Würde es ihnen etwas ausmachen, bis zu unserer Haustür zu fahren?“
Paul schmunzelte. Er wollte seinen Nachbarn zeigen, dass er in einem großen Auto nach Hause gefahren wurde. Paul irrte sich ein zweites Mal.
„Können sie da anhalten, wo die Stufen beginnen?“ Er lief die Stufen hinauf. Nach kurzer Zeit hörte er ihn. Er kam nicht schnell gerannt. Der Junge trug seinen behinderten kleinen Bruder.
Er setzte ihn auf der untersten Stufe ab und erzählte ihm von dem Auto.
„Eines Tages werde ich Dir auch ein Auto schenken, dann kannst Du dir all die schönen Sachen in den Schaufenstern ansehen, von denen ich dir erzählt habe.
Paul stieg aus und hob den kleinen Burschen auf den Beifahrersitz. Mit glänzenden Augen setzte sich sein großer Bruder neben ihn – und die drei machten sich auf zu einem Weihnachtsausflug, den keiner von ihnen jemals vergessen würde.
An diesem Heiligabend verstand Paul, was Jesus gemeint hatte, als er sagte: „ Es ist seliger, zu geben …“

12. Dezember 2019

Die Zeit wartet nicht

Um den Wert eines Jahres zu erfahren, frage einen Studenten, der im Schlussexamen durchgefallen ist.
Um den Wert eines Monats zu erfahren, frage eine Mutter, die ein Kind zu früh zur Welt gebracht hat.
Um den Wert einer Woche zu erfahren, frage den Herausgeber einer Wochenzeitschrift.
Um den Wert einer Stunde zu erfahren, frage die Verlobten, die darauf warten, sich zu sehen.
Um den Wert einer Minute zu erfahren, frage jemanden, der seinen Zug, seinen Bus oder seinen Flug verpasst hat.
Um den Wert einer Sekunde zu erfahren, frage jemanden, der einen Unfall erlebt hat.
Um den Wert einer Millisekunde zu erfahren, frage einen Sportler, der bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille gewonnen hat.
Die Zeit wartet auf niemanden.
Sammle jeden Moment, denn er ist wertvoll.
Teile ihn mit einem besonderen Menschen und er wird dir noch wertvoller.

11. Dezember 2019

Aufeinander zugehen

Wenn wir aufeinander zugehen
Und zueinander stehen
Ehrlich und echt sind
Und auf Floskeln verzichten
Geduldig warten
Und wohlwollend zuhören
Feines beschützen
Und Schwaches stärken
Trauriges gemeinsam tragen
Und uns an den Erfolgen anderer freuen
Hindernisse als Möglichkeiten sehen
Und Ansätze weiterdenken
Liebevoll begleiten
Und herzlich danken Halt geben, statt festzuhalten
Raum lassen und ermutigen
Den eigenen Weg zu gehen
Wird Weihnachten.

Max Feigenwinter

10. Dezember 2019

Du bist wertvoll

Ein wohlbekannter Sprecher startete sein Seminar, indem er einen Scheck von 40 Euro hoch hielt. In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute.
Er fragte: “Wer möchte diesen Scheck haben?”
Alle Hände gingen hoch.
Er sagte: “Ich werde diesen 40 Euro Scheck einem von Euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun.”
Er zerknitterte den Scheck.
Dann fragte er: “Möchte ihn immer noch einer haben?”
Die Hände waren immer noch alle oben.
Also erwiderte er: “Was ist, wenn ich das tue?”
Er warf ihn auf den Boden und rieb den Scheck mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund.
Er hob ihn auf, den Scheck; er war zerknittert und völlig dreckig.
“Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?”
Es waren immer noch alle Arme in der Luft.
Dann sagte er:
“Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah: Ihr wolltet es haben, weil es nie an seinem Wert verloren hat. Es war immer noch und stets 40 Euro wert.
Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert, und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben.
Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären. Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die dich über alles lieben.
Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, oder wie wir aussehen … sondern dadurch wer Du bist. Du bist was besonderes und wertvoll – Vergiss das NIEMALS! Und denk daran: Einfache Leute haben die Arche gebaut – Fachmänner die Titanic.”

Verfasser unbekannt

9. Dezember 2019

Der bessere Weg

Ein kleiner Junge, der auf Besuch bei seinem Großvater war, fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran sie zu untersuchen. Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück und der Junge versuchte vergebens sie mit einem Stöckchen herauszuholen. Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen.
„Das ist falsch“, sagte er, „komm‘ ich zeig‘ dir wie man das macht.“
Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setzte sie auf den warmen Kachelofen. In wenigen Minuten wurde das Tier warm, steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu.
„Menschen sind manchmal wie Schildkröten“, sagte der Mann. „Versuche niemals jemanden zu zwingen. Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können.“

Verfasser unbekannt

8. Dezember 2019

Erober‘ deine Welt

Du wurdest beschissen. Ungeahnt
Ins Wasser geschmissen. Nichts geplant.
Am rettenden Ufer
ein einsamer Rufer,
den du beim besten Willen nicht verstehst.
Mit höheren Wellen, die dir bald
die Blicke verstellen. Es ist kalt.
Ein Schlag auf die Lunge.
Das Salz auf der Zunge.
Wenn du zulässt, dass du untergehst,
wirst du nie erfahren, welche Höh’n
für dich denkbar waren und wie schön
sich vieles noch wendet.
Ein Traum, der nicht endet,
wenn du diese Prüfungen bestehst
und du mutig deine Wege gehst.
Du bist allein auf dich gestellt.
Steh auf und erober deine Welt!
Irgendwo zwischen Witzfigur und Held
ist alles für dich drin,
komm, mach hin!
Ein Umstand, der dich noch erschreckt,
doch dein Ziel ist niemals zu hoch gesteckt.
Sitz nicht rum, bis das Leben dich entdeckt.
Gib ihm einen Sinn!
Dann kannst du nur gewinn’n.
Durch dieses Leben warst du oft
nah dran, aufzugeben. Unverhofft
geht doch eine Tür auf.
Ne Treppe, die führt rauf.
Doch dabei ist dir eines nicht ganz klar:
Führt dich diese Chance zu deinem Ziel?
Behalt‘ die Balance, du bleibst im Spiel.
Du kannst es nicht fassen:
Du kannst dich verlassen,
trotz aller dir drohenden Gefahr,
auf deine Gedanken, dein Gefühl.
Du darfst jetzt nicht wanken. Bleib ganz kühl.
Du musst dich entscheiden.
Du bist zu beneiden.
Tu es und mach deine Träume wahr.
Du wirst sehen: Es wird wunderbar!
Du bist allein auf dich gestellt…
Du bist alleine
Du bist allein auf dich gestellt.
Du musst jetzt aufsteh’n.
Komm, erober deine Welt!
Hör auf zu warten,
bis das Leben dich entdeckt.
Du weißt noch nicht,
wieviel in dir steckt.

Daniel „Dän“ Dickopf

7. Dezember 2019

Aufbruch

Es wird kommen der Tag, da verlasse ich, 
zaghaft zuerst, dann beherzt 
meine einsame Insel.
Wage mich endlich hervor aus dem bewährten Versteck 
und der sicheren Deckung, 
fast ohne Angst und ohne mich noch einmal umzusehen.
Meine Rüstung tue ich ab und alle die Waffen, das Wenn und das Aber und steige ins Boot.
Wehrlos werde ich sein und wunderbar, ich weiß, auf dem offenen Meer und einzig beschützt von der Liebe.

Lothar Zenetti